24.02.2013

20 – Emmas Erwartungen / Emma's expectations


20 – Emmas Erwartungen


 

Ich stellte eigentlich immer hohe Ansprüche an mich selber, an das Leben überhaupt und auch an andere… für mich waren diese völlig normal, denn ich kannte vorerst gar nichts anderes. Erst mit der Zeit als ich mehr und mehr Menschen und ihre Eigenarten kennen lernte und diese mit mir verglich, erkannte ich, dass meine Erwartungen eher hoch als normal waren…

So war es für mich immer selbstverständlich alles zuerst kritisch zu hinterfragen und zu verstehen bevor ich es akzeptiere. Erst als ich Menschen kennen lernte, die alles, was andere sagen oder von den Medien verbreitet wird, glaubten und 1:1 übernahmen, wurde mir bewusst, dass es noch etwas anderes als mein Denken gab… und dass für jene ihr Denken die Norm darstellte! So haben wir alle nur die Kapazität unseres eigenen Kopfes und unsere Erfahrungen zum Denken zur Verfügung bis wir sie erweitern.

Um meine Sicht erweitern zu können bin ich auf klärende Gespräche und konstruktive Diskussionen angewiesen… so erwartete ich auch, dass man mit andern ein ehrliches Gespräch haben kann und war immer wieder fassungslos wenn jemand einen ohne Wimpernzucken ins Gesicht lügen konnte! Weshalb will jemand die Wahrheit vertuschen und verkauft andere damit für dumm? Das geht nie auf, denn irgendeinmal kommt die Wahrheit ans Licht und schafft Klarheit indem sie die Dinge wieder dorthin zurücksetzt, wohin sie gehören… Es ist wie in einem Leiter(li)spiel: Viel Zeit und Energie wird verschwendet bis man wieder auf dem richtigen Weg ist!

Für mich persönlich ist es immer wieder eine grosse Enttäuschung, wenn ich eine respektierte Person beim Lügen ertappe… dann möchte ich es wie nicht wahrhaben… Vielleicht weil ich mein Bild über diese Person nicht ändern möchte? Dann suche ich nach Entschuldigungen und versuche die Ursachen zu verstehen, die einen Menschen dazu bewegt die Realität mit einer eigenen Wahrheit zu interpretieren, die vorsätzlich nur gewisse Punkte berücksichtigt, andere aber bewusst weglässt...

Alles, was ich von andern erwartete, war ich auch bereit selber zu erfüllen und daran zu arbeiten diese Ziele zu erreichen... Ich wollte ein aufrichtiger Mensch sein und dachte, andere wollten das auch… aber es zeigte sich schon bald, dass sich die Auffassungen, was aufrichtig ist, drastisch unterschieden! Waren meine Ansprüche zu hoch oder gar abwegig? Hatte ich falsche Schlüsse gezogen und war somit auf dem Holzweg mit meinen Schlussfolgerungen? Oder sind es am Schluss nur die einsuggerierten Werte von gut und schlecht, die die Menschen an solche Normen orientieren lässt? Haben wir denn vergessen, dass ‘schlecht‘ in ‘gut‘ enden kann, wenn wir dazu bereit sind ein Problem anzupacken?

So war ich bereit bedingungslose Liebe und Glauben aufzubringen und erwartete dies jedoch im Gegenzug von meinen Mitmenschen… Ich glaubte an die Bereicherung aus gegenseitiger Energie und Kraft, an ein echtes Feedback, woran ich mich richten konnte! Erst viele bittere Enttäuschungen liessen mich über meine Erwartungshaltung nachdenken… Weshalb haben andere diese (hohen) Ansprüche nicht? Woher kommt die Erwartungshaltung? Ist sie ein innerer Drang, der (Grund-) Bedürfnisse abdecken will? Oder sind es übermittelte Werte unserer Gesellschaft und Erzieher, die durch Konditionierung von Generation auf Generation eingebrannt werden? Wer bestimmt überhaupt, was wir erwarten dürfen?

Zum Beispiel setzt der Spruch ‚Wer A sagt, muss auch B sagen‘ ein Festhalten an Altes voraus - ein Versprechen für immer und ewig – und lässt damit keine Weiterentwicklung zu! Kritik wird oft als Vorwurf deklariert und ist so unanfechtbar? Dabei, was gesagt und getan ist, ist gesagt und getan – aus welchem Grund auch immer! Und alles was wir tun, wird bemerkt – nicht nur von uns selber! Und auch wenn niemand darauf reagiert! Alles was wir tun ist getan, mindestens für uns selbst - was machen wir daraus? Vertuschen wir es, weil wir bemerken, dass es nicht ganz so toll war, wie wir erwartet hatten oder setzten wir uns damit auseinander und wollen etwas daraus lernen? Und weshalb tun wir überhaupt Dinge, wofür wir uns (später) schämen??? – Vielleicht drückt uns die Gesellschaft doch zu strenge Normen auf und unser gesunder Menschenverstand wird durch Konditionierung ausradiert?

Wenn wir (uns selber) verzeihen können, dann ist schon mal nicht der Stempel ‘schlecht‘ aufgedrückt – wenn ein solcher Fehltritt nur einmal vorkommt, werden wir ihn bald wieder vergessen haben? Vergessen kann ich aber erst, wenn die Wunde verheilt ist… Eine Wunde kann aber nicht verheilen, wenn sie immer wieder an derselben Stelle getroffen und aufgerissen wird, so bleibt sie offen, verheilt nur sehr langsam (wenn überhaupt) und wird als Narbe immer daran erinnern… Vergeben kann ich hingegen gut, denn ich habe gelernt, dass es notwendig ist mich von Altlasten zu befreien um mich weiter entwickeln zu können – nur was man loslässt kann sich entwickeln!

In meiner Beziehung mit Gian war das Fehlen von Kommunikation immer ein grosses Handicap… Gian konnte oder wollte seine Wünsche und Erwartungen mir gegenüber nie äussern und schloss mich somit aus. Er schien mich nicht zu beachten, andere aber schon, das tat unheimlich weh! Obwohl er nichts sagte, schien er mir doch zuzuhören und zu verstehen… das bemerkte ich vor allem an seinen Reaktionen! Ich frage mich oft, was wohl aus Gian geworden wäre ohne mich?

Da Gian und ich keine gemeinsamen Pläne hatten, begann ich meine eigenen zu schmieden, denn ich wollte nicht einfach warten und zuschauen, wie mein Leben an mir vorübergeht… Ich wollte meine Zeit nicht passiv mit Erwartungen vertrödeln, die meist eh in Enttäuschungen enden, sondern sie aktiv nutzen und mich in vielen verschiedenen Gebieten weiterbilden. Und dabei wurde mir etwas bewusst, das sich später als äusserst entscheidend erwies: Ich begann mein Gegenüber mit Verständnis und Liebe zu überraschen!
 
 
 
 
 
Daniela Schwendner, danke fürs Korrekturlesen!


 

 
 
 
 
 

20 - Emma’s expectations

 
 
Actually I always put high demands on myself, on life in general and on others... for me this was completely normal, because at the time being I didn’t know differently. Only with time when I learned to know more and more people and their characteristics and compared them with mine I realized that my expectations were rather higher than normal...

So for me it was always natural to question critically and to understand first before I accepted anything. It was only when I met people who believed and took over in its entirety everything that others say or is disseminated by the media that I realized, that there were horses with other colours... and that their reasoning represented their standard! Therefore all of us are limited by the capacity of our own mind and we draw conclusions from our experiences… until we expand it.

In order to broaden my view I depend on clarifying and constructive discussion... so I expected to have an honest conversation with others and was stunned whenever someone lied into my face without the bat of an eyelid! Why oh why do some people just do everything to cover up the truth and hence take others for a fool? This never will work out, eventually the truth comes to light and establishes clarity by putting things back to where they belong... It's like a snakes and ladder board game: In a misstep there is too much time is wasted before getting back on the right track!

For me personally it's always a big disappointment when I catch a respected person in a lie... I just don’t want to believe it... Maybe because I do not want to change my impression of this person? I look for excuses and try to understand what causes a person to distort the truth by intentionally including only certain points and deliberately omitting others...

I never expect more from others than I am prepared to give myself or at least I am willing to try to achieve... I want to be an honest person and actually thought others had the same intention... but it soon became evident that views of ‘honest’ drastically differed! Were my ambitions too high or even absurd? Had I drawn the wrong conclusions and thus was on the wrong track? Or is it in the end the interpreted values of good and bad, which causes people to be guided by such standards and let them forget that 'bad' may end in 'good' if we are ready to tackle a problem?

Thus I was ready for unconditional love and faith but expected the same in return from others... I believed in the mutual enrichment of energy and power as well as in honest feedback, I could rely on! Only after many bitter disappointments I started to think my expectations over... Why do others not have similar high standards? Where do expectations come from? Are they an inner urge that wants to cover our (basic) needs? Or are they values of our society and educators, that have evolved and which are burned in by conditioning from generation to generation? Anyways, who determines what can be expected?

For example, the saying ‘In for a penny, in for a pound' requires an adherence to old - a promise forever - and consequently doesn’t allow any evolution! Even criticism is often declared as a blame and thus indisputable? And yet, what is said and done, is said and done - for whatever reason! And everything we do will be noticed - not only for us by itself! Even though no one responded! And everything we do is noticed, at least by ourselves - but what do we make of it? Do we conceal it, because we realize that it isn’t as great in the eyes of others or do deal with it with the intention to learn from it? And anyway, why do we do things for which we are ashamed (later)??? - Maybe society suppresses us with too rigorous standards and common sense will be wiped out by conditioning?

If we can forgive (ourselves), then at least the stamp 'bad' does not stick on us - and if such a misstep occurs only once, we will have forgotten about it soon... I am able to forget if the wound has healed: But a wound cannot heal, if it is poached in the same place again and again, like this it remains open, heals very slowly (if at all) and its scar will remembered of it forever... However, it is easy for me to forgive, because I learned that forgiveness is necessary if I am to free myself and allow myself to develop only what we let go is able develop!

In my relationship with Gian the lack of communication was always a severe handicap... Gian wasn’t able or didn’t want to express his wishes and expectations towards me and therefore locked me out. He seemed to ignore me, but gave attention to others, and this hurt terribly! Although he didn’t say anything, he seemed to listen to me and also understand what I was saying... this I noticed especially in his reactions! I often wonder what would have become of Gian without me?

As Gian and I didn’t have common plans, I started to forge my own, simply because I did not want to wait and watch my life passing by... I didn’t want to waste my time passively with expectations, which usually end in disappointment anyhow, but use it actively and take up further studies in many different areas. And there was something else I became aware of and which later proved to be very essential: I started to surprise my counterparts with understanding and love!
 
 
 

 
Sharon Christie, thanks for helping me not getting lost in translation!




 





17.02.2013

19 - Beziehungen / Relations


19 - Beziehungen

 
Die erste Beziehung, der wir ausgesetzt sind, ist die mit unserer Mutter, sie wird uns so wie auch unser Vertrauen in das Leben prägen! - Sind wir willkommen? Erhalten wir ausreichend Nahrung und Zuneigung um zu einem gesunden Individuum zu gedeihen? Werden wir zur Eigenständigkeit erzogen oder so konditioniert, dass wir zeitlebens eine Abhängigkeit suchen? – Als Säugling und Kleinkind sind wir abhängig von andern und unfähig unser Leben selber in die eigenen Hände zu nehmen… wir sind also ausgeliefert und völlig abhängig vom Wohlwollen unserer Erzieher…

Heutzutage werden Kinder oft nur von einem Elternteil grossgezogen und sind demzufolge dem Einfluss einer einzigen Person ausgeliefert… Ist das nicht fatal?! So hat ein Kind gar keine Wahl sich eine eigene Meinung zu bilden, da es ja nur eine Wahl gibt! Bis es weitere Möglichkeiten kennen lernt, befindet es sich doch schon auf einer Autobahn, die klar von A nach B führt und die vielen Nebenstrassen ausser Acht lässt! Früher konnte (sowie noch stets in einigen südlichen Ländern kann) ein Kind von Anfang an eine grosse Palette verschiedener Persönlichkeiten und Meinungen in der Grossfamilie vergleichen und daraus seine eigenen Schlüsse ziehen… Die Grossfamilie hat also nicht nur seine ökonomischen und praktischen Vorteile: Anstatt dass alte Leute in teuren Altersheimen ohne Aufgaben und Kontakt zu jungem Leben abgeschoben zu werden, könnten sie in einer Grossfamilie ein Teil des Lebens bleiben und durch Aufgaben mit dem Hier und Jetzt konfrontiert werden!

Woher kommen wir? Wo landen wir? Ob wir steuern können wann und wo wir als Mensch geboren werden? Werden wir unsere Visionen mit dem bestehenden System vereinbaren können oder sie gar vergessen bis wir uns darin zurecht gefunden haben? So werden einige von uns stetig hin- und hergerissen sein zwischen Wollen und Müssen und die Ambivalenz ihrer expansiven und depressiven Ideen pendelt sich schlussendlich in eine Schizophrenie ein… Andere konzentrieren sich auf sich selber, unterdrücken jegliches Mitgefühl um in einer angepassten Welt sich selber zu bleiben und werden zu einem sogenannten Autisten… Aber die breite Masse passt sich an, weil es am einfachsten ist nicht gegen den Strom zu schwimmen, lässt seine kreativen Fähigkeiten verkümmern und bricht ab und zu im Verborgenen aus…

Als Kind lernen wir schon bald unsere eigene Macht und die der andern kennen… Wir eignen uns Verhaltensmuster an um das zu erreichen, was wir wollen, und werden diese solange anwenden, bis andere nicht mehr mitspielen! - Ich kann alles sein, aber die Umwelt und Mitmenschen sind mitverantwortlich, ob und wie sich meine Kapazität entfaltet… Ohne Hilfe und das Wohlwollen anderer braucht es enorm viel Mut und Kraft zu einem autonomen Individuum zu wachsen und sich nicht einfach an unsere normorientierte Gesellschaft anzupassen.

Wenn wir es nicht anders gelernt haben, dann funktionieren wir schon auf ‘sicheren‘ Gleisen bevor wir es überhaupt realisieren was Leben bedeutet! Wir werden uns an das System, in dem wir leben, angepasst und unsere individuellen Visionen und Begabungen eingedämmt oder sogar vergessen haben... Einzig der Freigeist anderer kann stillgelegte Impulse wiedererwecken, oft aber höchstens um sie (am Fernseher) mitzuverfolgen, aber nicht selber zu entdecken!

In verschiedenen Beziehungen mit andern Menschen lernen wir uns selber und andere kennen. Oft treten wir in festgelegte Normen, akzeptieren Hierarchien und spielen mit ohne zu denken… Die Suggestivkraft unserer Vorgesetzten und der Gesellschaft hält uns im Bann und wir folgen blindlings! Je nach Gegenüber und dem, was wir erreichen wollen, reagieren wir auf eine andere Art… Wir lernen das Spiel der Manipulation schneller als wir es bemerken! Und bleiben so stets abhängig von andern…

In geschäftlichen Verbindungen haben wir gelernt Rechte und Pflichten genau zu definieren. In privaten Beziehungen scheint aber oft das Machtspiel noch vorzuherrschen… Weshalb werden die verschiedenen Fähigkeiten von Frau und Mann nicht bewusst symbiotisch genutzt? - Einer Eroberung stimmen wir ja schliesslich auch zu oder initiieren sie sogar selber… und wir wählen doch meist nur jemanden, zu dem wir hochschauen können? Aber wie können wir jemanden schätzen, wenn wir es nie gelernt haben aber alles als selbstverständlich betrachten?! Oder sind es immer noch die Frauen, die sich naturgemäss unterordnen? - Ich frage mich manchmal, nach welchen Kriterien zum Beispiel Elefanten ihre Partner wählen?

Sind Beziehungen also eine Frage der Macht? Geht es dabei wirklich darum eine gewisse Machtposition einzunehmen und zu demonstrieren? – Ich persönlich denke, dass wir mit Macht nichts erreichen können, im Gegenteil: Wer denkt er sei mächtig und allwissend, setzt sich selber schon auf die höchste Stufe und kann sich somit nicht weiterentwickeln! Zudem, wie kommt jemand nur auf den Gedanken besser zu sein als andere??? Das zeugt doch schon von seiner Eingeschränktheit und seinem Grössenwahn! Eine echte Autorität drückt seine Normen und Willen niemandem auf… sie eröffnet Möglichkeiten und lässt andere wählen, da sie andere nicht als dumm betrachtet!

Wenn wir offen sind und ohne vorgefasste Meinungen an Neues herantreten, sind wir fähig von jedem und allem etwas zu lernen! Wir werden beobachten lernen anstatt zu urteilen und interpretieren! Wir werden den Mut haben machtmissbrauchende Autoritäten mit Kritik zu begegnen und echtes Feedback zu geben, und zwar dem, den es angeht – ohne Rücksicht auf Konsequenzen! Denn wenn man in der Wahrheit handelt hat man auch keine Angst vor Konsequenzen…

Das Geheimnis der Entwicklung jeder Beziehung liegt folglich darin, wie wir auf einander zugehen… Wollen wir uns selber durchsetzen, dann gilt nur unsere Meinung – sind wir hingegen offen, können wir aus dem Vollen schöpfen! Ein echtes Feedback geben heisst ein wahrer Freund sein und zeigt Authentizität: Wenn man es nicht gewohnt ist, ist es schwieriger die Wahrheit zu sagen als zu schmeicheln!


Kommunikation ist unerlässlich um sich mitzuteilen, auszutauschen und zu verstehen. Sie schafft Transparenz und vermeidet kurzsichtiges Interpretieren. Auseinandersetzungen zeigen unseren momentanen Standpunkt, eröffnen Erkenntnisse und lassen uns geistig weiter entwickeln und zu weiteren Bewusstseinsebenen fortschrei-ten. Aber nur wenn wir Irrtümer eingestehen können, werden wir sie bewusst akzeptieren und verbessern… Wer glaubt, er sei vollkommen wird nicht wachsen!

PS: Daniela Schwendner, danke fürs Korrekturlesen!




 

19 - Relations 


The first relationship we are exposed to is the one with our mother; it will shape us as well as our faith in life! - Are we welcome? Do we receive enough food and affection in order to thrive and grow into a healthy individual? Are we brought up to think for ourselves or conditioned in such way as to seek lifelong dependency? - As an infant and toddler we are dependent on others and unable to take charge of our own live... consequently we are totally dependent on the goodwill of our educators and those who provide for us…

Nowadays, children are often brought up by only one parent and therefore are at the mercy of the influence of one single person... Isn’t that fatal?! In this situation, a child does not have the opportunity to compare different opinions, since there is only one choice! Before it gets the chance to know other ways, it will find itself already on a highway that leads clearly from A to B without taking into consideration the many side streets! Previously in extended families a child could (and still can in some southern countries) compare from, early on, a wide variety of personalities and opinions and consequently draw its own conclusions... Extended families not only have its economic and practical advantages: Instead of sending old people to expensive nursing homes without duties and contact of young life, in extended families they are a part of life and play a role!

Where do we come from? Where do we ground? I wonder if we can control where and when we are born as a human being? Will we be able to reconcile our visions with the existing system or will we have forgotten them even before we have found our way? Thus, some of us will be constantly torn between desire and need, and the ambivalence of our expansive and depressive ideas will eventually settle into schizophrenia... Others will focus on themselves, suppress any compassion in order to remain themselves in a well-adjusted world and become so-called autistic persons. But mainstream will usually exert the strongest influence, because it is easiest not to swim against the current, their creative abilities will be stunted although they will secretly break out from time to time...

As a child we soon learn to know our own power and that of others... We adopt behavior patterns, in order to achieve what we want, and apply them until others won’t play along anymore! - I can be anything, but the environment and people around me are co-responsible if and how I unfold my capacity... Without the help and goodwill of others it takes enormous courage and strength to grow to an autonomous individual and not simply adapt to the standards of society.

If we have not learned differently, we will be running on 'safe' tracks before we realize what life means! We will have adapted to the system, in which we live, and stemmed or even forgotten about our individual visions and talents... Solely a free spirit of another can revive our abandoned impulses, but most often passively and observing in place of actively discovering life!

In different relationships with other people we learn to know ourselves as well as others. We often enter established standards, accept hierarchies and join in the game without thinking... The suggestive power of our superiors and society keeps us under its spell and we follow blindly! Depending on the opponent and what we want to accomplish, we will respond in a different way... We learn the game of manipulation faster than we realize it! And thus will remain dependent on others forever...

In business relations we learned to define rights and responsibilities precisely. But in private relationships it often seems that power play prevails... Why are the different skills of women and men not consciously used symbiotically? Lastly we do agree to a conquest or even initiate it ourselves... and mostly we choose someone we can look up to? But how can we appreciate someone, if we have never learned to but instead take everything for granted? Or do women still submit naturally? - Sometimes I wonder what criteria make for example the elephants choose their partners?

Well, are relationships a question of power? Is the point to take and demonstrate a certain position of might? - Personally, I believe that we cannot achieve anything with force, on the contrary: People who think they are mighty and omniscient put themselves already on the highest level and therefore are not able to continue to evolve! Moreover, how the hell does anybody come to the conclusion that he is better than others??? This alone testifies his limited awareness and megalomania! A real authority never feels like pressing its standards and will on anyone... he opens up options and lets others choose because he won’t consider other as stupid!

If we approach new things openly and without preconceptions, we are capable of learning something from everyone and everything! We will learn to observe rather than to judge and interpret! We will have the courage to meet authorities, who abuse their power, with criticism and give real feedback, namely to whom it concerns - regardless of the consequences! Because if we act in the truth we won’t have to be afraid of consequences...

The mystery of development in any relationship consequently consists of the way in which we approach each other... If we want to impose ourselves, there is only our own opinion which counts – whereas if we are open, we can draw on unlimited sources! To give real feedback means to be a true friend and shows authenticity: If we are not used to it, it is more difficult to tell the truth than to flatter!

Communication is essential to give our opinion, share opinions and understand each other. It creates transparency and avoids short-sighted interpretation. Conflicts show our current position, open insights and let us grow spiritually and progress to further levels of consciousness. But only if we are able to admit errors, we will accept and improve them deliberately... People who think they are already perfect won’t grow!






PS: Sharon Christie, thanks for helping me not getting lost in translation!
 

20.01.2013

18 - Suggestivkraft / Suggestive power



18 - Suggestivkraft




 
Lebewesen (so auch Pflanzen) zeigen ihre Kraft und Macht mit ihrem Körper, der Gestik/dem Verhalten oder Lauten. Je überzeugter dies demonstriert wird, desto glaubhafter wirkt es… Nur ein Herausforderer findet heraus, was hinter dem ganzen Gehabe seines Gegenübers steckt! Oder man geht einfach nicht darauf ein, ignoriert die Gebärden und lässt sich so nicht davon anstecken…

In der Pflanzenwelt fällt vor allem die Entwicklung der Blüten auf: Eine unglaubliche Vielfalt von Blüten wollen mit Beschaffenheit, Farbe, Duft und Tricks (wie zum Beispiel der klebrige Saft einer fleischfressenden Pflanze) auffallen und bestechen, nur um befruchtet zu werden und so in neuen Generationen weiterleben zu können! So werden zuerst die ausgewählt, die am meisten überzeugen, was wiederum bedeutet, dass die schönsten, farbigsten, am besten duftenden und schlausten Pflanzen die besten Chancen haben… So haben auch alle andere Lebewesen ihre Strategien entwickeln um ihre Macht zu demonstrieren, somit ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen und so schlussendlich ihre Kraft in der Fortpflanzung weiterzugeben.

Wir Menschen sind uns unserer Überzeugungs- oder Suggestivkraft entweder voll bewusst und nutzen sie aus oder wir sind uns darüber nicht bewusst und werden aus- oder benutzt… Ob das bei allen Lebewesen so ist? Jedenfalls haben sich so Symbiosen entwickelt, wie zum Beispiel die der Pflanze und des Vogels: Die Pflanze bietet dem Vogel Futter (der Vogel kann so überleben) und erhält im Gegenzug die Möglichkeit zur Befruchtung durch diese Berührung des Vogels (die Pflanze gewährleistet so die Erhaltung seiner Art). Vielleicht ist das den andern Lebewesen sogar noch viel bewusster als uns und vielleicht gehen sie deshalb sorgsam mit der Umwelt um und nehmen sich nur das, was sie brauchen?

Das Erwecken von Aufmerksamkeit dient also eigentlich dazu seine Grundbedürfnisse zu decken… so schreit ein Baby zum Beispiel, wenn es Nahrung oder Zuwendung braucht (was es weiterleben lässt). Und wir haben inzwischen gelernt für alles, das wir erreichen wollen, eine Strategie (Machtspiele) zu entwickeln! Wir lernen nicht nur unsere eigenen Stärken und Schwächen kennen und damit umzugehen sondern lernen auch andere zu manipulieren um an unsere Ziele zu gelangen… Solange die Strategie ‘schreien‘ zum gewünschten Erfolg führt, wird kaum ein Kind dies unterlassen! Und solange andere mitspielen, wird das Spiel nach diesen Spielregeln gespielt und nichts an der Strategie geändert werden! Ist das nicht auch eine Art Konditionierung?

Wenn Gian mir beim Essen ohne mich anzuschauen seine Hand entgegenstreckt, die eine Flasche zu halten scheint, dann weiss ich genau, dass er die Flasche Wasser will, die auf dem Tisch steht… führe ich seinen Befehl wortlos aus, dann bestätige ich ihn. Wenn ich ihn jedoch auffordere mir in die Augen zu sehen und mich lieb darum zu fragen, dann will ich ihm andere Spielregeln eröffnen – es ist seine Wahl, was er damit machen wird! Eine Konditionierung kann nur stattfinden, wenn Abhängigkeit im Spiel ist… Ein Hund ist abhängig von seinem Herrchen, das ihn mit Futter und Zuneigung ernährt, und er weiss Befehle auszuführen und sich gewünschte Verhalten anzueignen nur um Futter und Zuneigung zu erhaschen… Normalerweise versuchen wir Schmerzen auszuweichen, Wohlwollen zieht uns aber an - ausser man wurde anders konditioniert! Erst wenn wir nicht mehr abhängig sind lassen wir uns nicht mehr konditionieren… ausser wenn man zur Abhängigkeit konditioniert wurde…

Konditionierung ist so konsequent bis wir daran glauben! Das geschieht so doch auch in den Medien und vor allem in der Werbung? Diktaturen beherrschen unsere Technologie und die Mode… sie versuchen uns mit unmissverständlichen Bildern und Slogans zu überzeugen, suggerieren uns ein Image ein und nach stetiger Wiederholung sind wir so hypnotisiert dass wir es glauben: ‚Wenn du dieses Parfum trägst, werden dir Scharen von Frauen blindlings folgen!‘ - Ist der Mensch wirklich bereits so verkümmert oder noch so naiv, dass er alles glaubt, was schwarz auf weiss gedruckt ist und im Fernseher ausgestrahlt wird?

Freud und Leid sind ansteckend. Ich glaube wir docken alle gerne an einem guten Gefühl an, lassen uns aber auch immer wieder von Leid, das jemandem andern widerfährt, aus unserem Höhenflug herunterreissen!? Entsteht etwa so eine Gruppendynamik wie die Massenhysterie und kam es so zu den Massenmigrationen in der Tierwelt? – Unglaublich: Ein starker und überzeugender Anführer und schon ist die Masse bereit zu folgen – folgen ist folglich einfacher als die Initiative zu ergreifen! ; ) Oft gibt eine ‘üblich angewandte‘ Handlung auch Sicher- und Geborgenheit… Aber solange man blindlings folgt wird es auch immer wieder Machtmissbrauch wie in vielen fanatischen Glaubensreligionen geben… Was bleibt ist das Kind, das sich hoffnungsvoll an uns orientiert und uns imitiert…

 
PS: Daniela Schwendner, danke fürs Korrekturlesen!







 



18 - Suggestive power
 

Organisms (including plants) show their power and authority with their bodies, their gestures or behaviour and their sounds. The more convincingly this is demonstrated, the more credible it seems... Only a challenger finds out what's behind all the posturing of his opponent! Or we simply ignore the signs and consequently will not be infected...

Flora is primarily striking with its development of the different flowers: An incredible variety of flowers strive to stand out and attract attention with their appearances, colours, fragrances and tricks (such as the sticky juice of a carnivorous plant), only to be fertilized and to continue live in further generations! So first, the most convincing will be selected, which in turn means that the most beautiful, most colourful, most fragrant and the cleverest plants have the best chances... Like this also all other living beings developed their strategies in order to demonstrate their power, thus to meet their basic needs and so finally to pass on their power through reproduction.

We humans either are fully aware of our power of persuasion or suggestion and take advantage of it or we are not and are used or exploited... Is this so in all living things? Certainly symbioses developed, such as for example the plant and the bird: The plant provides the birdseed (the bird survives) and in return has the opportunity for fertilization by this touch of the bird (the plant thus ensures the preservation of its kind). Maybe the other creatures are even more aware of it than we are and maybe therefore take good care of the environment and take only what they need?

The attraction for attention thus actually is to cover one’s basic needs... so for example, a baby cries when it needs food or attention (which it needs for life). And by now we have learned to develop a strategy (power games) for everything that we want to achieve! We not only learn to know our own strengths and weaknesses and how to deal with them but also how to manipulate others in order to satisfy our ambitions... As long as the strategy 'to shout' leads to the desired success, hardly a child will refrain from doing so! And as long as others play along, the game is played according to those rules and nothing will be change with the strategy! Can‘t this be called a kind of conditioning, too?

When Gian while eating without looking at me holds out his hand, which seems to hold a bottle, then I know for sure that he wants the bottle of water on the table... if I act out his order wordlessly I confirm him. But if I invite him to look me in the eyes and to ask me nicely, then I want to break other rules to him - it's his choice what he will do with it! A conditioning can only take place if the other enables it... A dog is dependent on his master that feeds him with food and affection and it knows how to carry out orders and acquire desired behaviours just to get food and affection… Usually we all try to avoid pain but are attracted by goodwill - unless we were conditioned differently! Only when we are no longer dependent we won’t accept to be conditioned... unless we were conditioned to dependency...

Consistent conditioning can reach a stage where it seems to be reality! Isn’t that the way how media and especially advertising works? Dictatorships control our technology and fashion... they try to convince us with unambiguous images and slogans, suggest us an image and after constant repetition we are so hypnotized that we believe it: ‘If you wear this perfume clutches of women will follow you blindly!’ - Is mankind really that atrophied or still so naive that he believes everything written in black and white and broadcast on television?

Joy and sorrow are contagious. I think we all like to enjoy good feelings but sometimes allow ourselves to be pulled down by the sorrow of others!? Do group dynamics arise like this as for example mass hysteria and did mass migrations in wildlife start like this? - Unbelievable: A strong and convincing leader and the crowd is ready to follow – following is easier than taking the initiative! ; ) Often 'usually applied' actions provide safety and security... But as long as there are masses following blindly, there will be always an abuse of power as in many fanatical religions... What remains is the child who orientates itself on us with great hopes and imitates us...





PS: Sharon Christie, thanks for helping me not getting lost in translation!
 

13.01.2013

17 - Mitleid(en) / Compassion



17 – Mitleid(en)

 

Lange Zeit konnte ich meine Leidensfähigkeit nicht verstehen, aber ein innerer Drang alles verstehen zu wollen trieb mich immer wieder an meine Schmerzgrenzen… sie mit allen Sinnen zu durchleben brachte mich immer wieder zu neuen Erkenntnissen, die mir neue Perspektiven eröffneten und das Leiden vergessen liess. - Bedeutet Leiden immer Abschiednehmen? Ich wusste, dass jedes Abschiednehmen, also auch von Träumen und Illusionen, weh tut. Und ich erkannte auch, dass jede Träne ein Stück Erkenntnis und Weisheit bedeutete, die für die Weiterentwicklung notwendig sind…

Es tat mir leid, dass Gian nicht anders handeln konnte… und je mehr ich ihn und woher er kam verstand, desto klarer wurde es mir! - Ich hatte echtes Interesse und Anteilnahme von meiner Mutter erfahren aber auch von vielen andern Mitmenschen, deshalb wusste ich, dass es dies gibt! Gian hingegen hatte sich schon als Kind an seine kalte Welt gewohnt (oder aufgebaut um nicht verletzt zu werden?), er hatte sich danach orientiert, sich dementsprechend entwickelt und auch nichts mehr daran geändert… Ich frage mich manchmal: Was steuert, ob man spätere Einflüsse zulassen wird oder nicht?

Jeder trägt sein persönliches Kreuz. Jedes Kreuz hat seine eigenen Tücken und fordert alle Kräfte, Ausdauer und Willen seines Trägers. Jedes Kreuz ist für seinen Träger das schwerste! Nur wer schon ein ähnliches Kreuz getragen hat, weiss wie es sich anfühlt… Wenn das Kreuz, das man trägt, zu schwer wird, hält man inne und überlegt sich eine Alternative, die einen doch an sein Ziel bringen kann… oder man fasst ein ganz anderes ins Auge und verliert sein ursprüngliches aus den Augen…

Ich wollte mich nie verlieren, sondern mir bewusst sein, was abläuft! Ich versuchte zu verstehen und stellte deshalb auch meine eigenen Interpretationen an – aber ich konnte nur mit meinem eigenen Kopf denken und erahnen was in Gian vorgeht, da er sich nicht äussern konnte… So machte ich seine Probleme zu meinen… nahm sie auf meine Schultern und erlöste ihn somit? - Ob das eine Reaktion auf seine Aktion war und ich einen Druck fühlte alles noch besser zu machen um ihm zu genügen und zu gefallen?

Man sagt Empathie sei die grösste Intelligenz. – Vielleicht weil man die sachliche Ebene emotional (mit)empfinden kann und sich eine Situation, wenn auch selber nicht genauso (mit)erlebt, vorstellen kann? Trotz allem sind es immer meine eigene Empfindungen die etwas interpretieren lassen… Und wenn ich von ihrer Korrektheit überzeugt bin, möchte ich alle davon überzeugen…eine starke Suggestionskraft beginnt zu wirken und kann viele anstecken... Könnte das vielleicht auch mit ein Grund sein weshalb oftmals Hund und Herrchen einander stets ähnlicher werden? - Erst wenn man sich darüber bewusst ist, erkennt man auch die Macht der Suggestion. Aber im Prinzip können wir nur uns selber kontrollieren und vielleicht noch die, die abhängig von uns sind oder denken sie sind es (wie zum Beispiel Kleinkinder und emotional oder finanziell Abhängige?)... Wie kommt eigentlich jemand nur besser als andere zu sein??? Stammt daher die Autorität? Das ist doch nichts anderes als eine Überbewertung seiner selbst und seiner Macht!?

Deshalb ist kritisch sein so wichtig – ein Balanceakt zwischen stur bei der eigenen Meinung bleiben und sich selber (in jemandem) verlieren! - Mich selber sein, ohne Vorurteile beobachten, analysieren und agieren anstatt einfach nur zu reagieren - entweder habe ich etwas im Griff oder es mich…

Ich wollte mich nie so hart durchsetzen und behaupten müssen aber hoffte immer auf das Feingefühl anderer… Als ich sah, dass dies nicht der Fall war, war es wie ein letztes Aufbäumen um verstanden zu werden und ich tat Dinge, die ich eigentlich nicht tun wollte einfach nur um ein Bewusstsein meines Gegenübers zu erlangen… Ich begann sogar mit denselben Waffen zu kämpfen, nicht weil ich dafür einstand, nein, weil ich zeigen wollte wie es ist! – Aber ich wollte immer selber über mich bestimmen!

Mitleid(en) und andere fühlen stand mir oft im Weg… Wenn ich andere fühle, stelle ich mich auf dieselbe Stufe und knüpfe mit meinen Erfahrungen an. Vielleicht kann ich sogar weiterhelfen aber auch selber weiterkommen? - Oft habe ich mich dabei verloren anstatt an mich zu denken! Wenn ich sensibel und mitfühlend bin, dann wird oft profitiert und Macht ausgeübt… aber wenn ich selbstsicher bin, dann beachtet man mich! - Weshalb ist das nur so? Sollten wir alle kühl und berechnender sein?

Ich wollte, ich würde nicht so viel denken sondern einfach meine Machtmöglichkeiten ergreifen… Aber ich hatte stets zu viel Skrupel davor! Ist das reine Frauensache? Vielleicht nur solange das Patriarchat vorherrscht und die Männer sich solche Rechte und die Macht sie zu benutzen herausnehmen? – Das Matriarchat wird früher oder später kommen, denn Frauen stehen dieselben Rechte zu! Aber mehr dazu in einem andern Kapitel… ; )

Das heisst also nichts anderes als dass nur ich selber mich im Griff haben kann - ausser ich lasse die Macht eines anderen zu…

 
PS: Daniela Schwendner, danke fürs Korrekturlesen!








 

17 – Compassion
 


For a long time I couldn’t understand my ability to suffer, but an inner urge wanting to understand everything again and again showed me my pain barriers… when experiencing them with all my senses I came to new findings which again opened up new perspectives and let me forget my suffering. - Does suffering always mean valediction? I knew that valediction always hurts, also giving up dreams and illusions. And I also realized that each teardrop symbolized a piece of insight and wisdom which were vital for progression…

I felt bad for Gian that he couldn’t act differently… and the more I knew him and where he came from the clearer it became! – I had received true interest and compassion from my mum and many other people, that’s why I knew compassion existed! Whereas Gian had to adapt to a cold world (or became thick-skinned in order not to get hurt?), he had orientated himself accordingly, developed correspondingly and not changed anything since… Sometimes I ask myself: What influences whether we are open for new ideas or not later on?

Everybody bears his personal cross. Each and every cross has its own pitfalls and asks from its carrier all his strengths, endurance and will. Each cross is the heaviest… for its carrier! Only the ones who once have carried a similar cross know how it feels… If the cross we are carrying is too heavy, we have to pause and reflect on an alternative way to reach our goal… or we have to target something else and thus lose our original goal…

I never wanted to lose myself but stay conscious of what was going on! I tried to understand Gian and therefore made my own interpretations – but I could only interpret through my own thoughts as Gian was unable to express himself… That’s how I made his problems to mine… took them on my shoulders and consequently also released him? – I wonder if this was merely a reaction to his action because I felt a pressure to be perfect in order to please him?

It is said that empathy is the highest intelligence. – Maybe because we are able to sense, sympathize and imagine situations even if we haven’t experienced them in the same manner? Despite everything it will be always my personal feelings which make the interpretations…. And if I am convinced that my interpretations are correct I want to convince others… a strong power of persuasion starts and is able to influence and infect others… Could this also be a reason why a dog and his master sometime look alike? – Only if we are aware of all this will we realize the power of suggestion. But actually we only can control ourselves and maybe the ones who are dependent on us or think they are (like for example babies and emotional or financial dependents?)… What gives anyone the right to think that he is better than others??? Do we have to accept authorities blindly and join in their game? Isn’t that just sheer overvaluation of oneself and one’s power?

That’s why it is important to openly and honestly self-analyze – a balancing act between sticking stubbornly to ones’ opinion and losing oneself in the opinion of someone else – To be myself, to observe without preconceptions, analyze and act instead of react means nothing but being on top of things rather than being controlled and hand over my responsibility…

I never intended to dominate our relationship drastically and was always conscious of the feelings of others and hoping they would open up and share… When I recognized that it wasn’t the case, it was like a last rebellion to gain understanding and I did things I would never have imagined doing just to get the attention of my partner… I even started to use the same weapons not because I agreed with them, no, because I wanted to demonstrate how it felt! – But what I always wanted is to be in charge of myself!

Sensing and suffering vicariously with others often got in my way… I tend to allow the feelings of others to influence me. – often even to the degree that I lost myself! When I feel others I range on the same level and connect with my experience. If I am sensitive and compassionate, I get used and controlled… but if I am self-assured, I am respected! – Why oh why is it like that? Should we really all be more cool and calculating?

I wish I wouldn’t overanalyze but simply grab my possibilities of power… But there were always too many scruples on my mind! Is this pure women’s business? Maybe only as long as it remains ‘a man’s world’ and men presume to take such rights and use them?  - Sooner or later matriarchy will come back because women deserve the same rights! But more in a future chapter… ; )

In other words: It’s always down to myself to control myself – except if I allow somebody else to exert power over me…





PS: Sharon Christie, thanks for helping me not getting lost in translation!