07.07.2013

32 - Emma ist ausser sich / Emma is off the wall

 

32 - Emma ist ausser sich

 
 
Plötzlich begann ich mich über mich selber zu ärgern. Wie konnte ich nur so naiv, dumm und blöd sein?! Ich hatte genug davon in der Warteschlange stecken zu bleiben und zusehen zu müssen, wie andere immer vor mir dran kamen. Aber was mich am meisten ärgerte war, dass sich Gian interessiert zu benehmen wusste! Weshalb nur nicht bei mir? War ich zu wenig interessant oder wurde sein Interesse auch bei andern nur zweckmässig eingesetzt um das zu erreichen, was er wollte? - Ich jedenfalls, konnte es nicht mehr ertragen keinen Respekt und Aufmerksamkeit von ihm zu erhalten und auf der ewigen Ersatzbank zu sitzen... und ich fragte mich immer öfter wie ich das überhaupt zulassen konnte!? Weshalb nur setzte ich eigentlich alles auf ein Pferd, da es doch mehrere gab???
 
Gian wollte sein Leben nicht mit mir teilen, das stand fest. Daran konnte ich nicht das Geringste ändern. Er teilte sich mir nicht mit, liess mich also nicht an seinem Leben teilhaben. Wenn er etwas erzählte, dann nur widerwillig, so als ob er Kritik befürchtete!? Oder befürchtete er gar Neid und erzählte deswegen wenig von seinem Glück? – Dabei ist es ein beflügelndes Gefühl andere glücklich zu sehen und ein Teil davon zu werden! Eben: Teilen…
 
Seit sich Gian geschäftlich selbstständig gemacht hatte, investierte er all seine Kraft und Energie in sein Unternehmen und arbeitete 7 Tage die Woche. Wenn er abends nach Hause kam, war er so ausgelaugt, dass er sich müde zurückzog… Natürlich konnte ich verstehen, dass man so müde sein musste! Nur verstand ich nie, wie alles andere so wichtig sein konnte, dass er am Ende für Lena und mich keine Zeit mehr hatte? Wenn ich ihn darauf ansprach, fand er es weder einen Gedanken noch ein Wort wert zu entgegnen.

Richtig schlimm wurde es, als Gian immer mehr zu lügen begann um Fakten zu manipulieren. Am Anfang ging ich ihm mit meiner Blauäugigkeit einige Male auf den Leim. Die Enthüllungen der Wahrheit versetzten mich jeweils in eine handlungsunfähige Fassungslosigkeit: Ich konnte es nicht glauben, dass er es wagte mir eiskalt ins Gesicht zu lügen! Was war das nur für ein Mensch? Weshalb tat er etwas, das er danach negierte und verleugnete??? – Es ist so unfair, denn dieser Autoritäts- und Machtmissbrauch beraubte mich der Wahrheit… Aber mit der Zeit durchschaute ich ihn, das gab ich ihm stets zu wissen, und so schwanden sein Ansehen und meine Bewunderung für ihn von Tag zu Tag… Der Glanz verblasste…
 
Was ich nun lernen musste, war das Kind beim Namen zu nennen und es zu sehen wie es war, nicht wie ich es gerne hätte! Das versuchte ich eigentlich schon lange, deshalb stelle ich alles, das ich nicht verstehe, in Frage… nur erhielt ich keine Antwort, jedenfalls nicht von Gian. Er bemühte sich selten um eine Antwort und lief oft einfach davon… Ich wunderte mich dann, wie er wohl mit Konflikten im Geschäftsleben umgehen würde!? Mein nächster Schritt war dann noch unangenehmer, für mich und die Beteiligten… denn für mich war es nicht nur peinlich meine Wunden andern zu offenbaren sondern auch die oftmals unverständigen Reaktionen zu spüren. Die meisten Freunde fanden es zwar mutig, wenn ich Tabuthemen in den Mund nahm, hatten sich aber schon so sehr angepasst, dass sie mir meine Gedanken auszureden versuchten. Es machte mir klar, dass alles nur eine Illusion ist… man sieht und glaubt das, was man verstehen will!
 
Es konnte doch kein ewiger Kampf sein – eine gute Beziehung kann nicht erzwungen werden, sondern ist und muss gepflegt werden! Alleine konnte ich das nicht, das raubte mir zu viel Energie, so dass ich stets wieder ausgelaugt vor einer nächsten Depression stand… Sollte ich Gian wie eine giftige Schlange fallen lassen (wie es Jiddu Krishnamurti so treffend formuliert)? Warum hatte ich das überhaupt nicht schon lange getan? Hatte ich wirklich Angst vor Konsequenzen und war zu bequem geworden?
 
Ich wollte nicht länger meine Emotionen und Gefühle ignorieren und unterdrücken, sondern lernen damit umzugehen! Ich wollte keine Ohnmacht über missliche Situationen akzeptieren, sondern Probleme verstehen und auflösen. Und das konnte ich mit Lena… so konzentrierte ich mich auf ihre Erziehung. Ich liebte es zusehen wie sie heranwuchs und selbstständig wurde und tat alles um sie nicht an mich zu binden – sie musste unbedingt ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen!
 
Es gelang mir immer besser im Jetzt und Hier zu leben, die Vergangenheit zu vergessen und mich auf mich und Lena zu konzentrieren. Viele Rituale, die ich mir aneignete waren nichts anderes als Haltsuche und Beschäftigungstherapie, das ist mir heute bewusst. Ich verdiente mit Modeln etwas Geld und noch mehr Anerkennung. Ich kam aus dem Haus und unter die Leute, dies machte mich unabhängig von Gian und seinen Launen. Bald hatte ich viele neue Freundschaften geknüpft und wieder vollstes Vertrauen ins Leben und die Zukunft… Nun merkte ich, dass ich alles erhielt, was ich brauchte… nicht unbedingt, so wie ich es mir vorstellte, aber sicherlich was meine Seele benötigte um ein Gleichgewicht zu finden! - Wie konnte ich das nur vergessen und mich auf eine solch fixe Ideen verlassen? Mein Wille und meine Vorstellungen hatten mich zu hohe Ziele stecken und fixiert sein lassen...




Daniela Schwendner, danke fürs Korrekturlesen!

 




 

32 - Emma is off the wall


Suddenly I began to get angry with myself. How could I be so naive, stupid and dumb?! I was tired of always being sidelined and watching others being served first. But what annoyed me most was that Gian knew how to show interest! Why not just with me? Was I not interesting enough or did he use his interest toward others intentionally to achieve what he wanted? - In any case, I could not take it any longer getting no respect and attention and leaving me on the substitute’s bench... and I asked myself more and more how I could tolerate that at all!? Why oh why did I put all my eggs in one basket, when there were others to place them???


Gian did not want to share his life with me that was for sure. I could not change a thing about it. He did not communicate, so did not let me participate in his life. If he said something, it was done reluctantly as if he expected and feared criticism!? Or did he fear even envy and therefore told so little of his fortune? And yet it is such an inspiring feeling to see others happy and becoming a part of it! As I mentioned: Sharing...

Since Gian had started his business, he invested all his attention and energy therefore and worked 7 days a week. When he came home in the evenings, he was so exhausted that he retired tiredly... Of course, I could understand that he had to be tired! I just never understood how anything could be so important that he did have no time for Lena and me at the end? When I asked him about it, he didn’t waste neither a thought nor a word on it.

It became really bad when Gian started to lie more often in order to manipulate facts. The first few times I was hoodwinked by my naivety. I did not want to believe the truth and it made me almost incapable of taking the required action: I just could not believe that he dared to flat-out lie into my face! What kind of man was he? Why did he do something that he later negated and denied? - It is so unfair because this abuse of authority and power deprived me of the truth... But with time I saw through him, I always let him know that I did and so my respect and admiration for him dwindled day by day... The lustre faded...

What I had to learn now was to call a spade a spade and to see things as they were, not the way I would have liked them to be! I actually tried to do so as long as I can remember, that’s why I started to question those things that I could not understand... but I didn’t get a reply, at least not from Gian. He rarely cared about an answer and often simply walked away... Then I really wondered how he would deal with conflict in business!? My next step was even more uncomfortable for me and those involved... Because it was not only embarrassing for me to reveal my wounds to others, but also to feel the often affected or ignorant reactions. Most friends regarded me as brave when I uttered taboo topics, but in the end they were so adjusted that they tried to dissuade me from my thoughts. This made me realize that everything is just an illusion... we only see and believe what we want to understand!

It became clear to me that it could not be a constant battle - a good relationship cannot be forced, but simply is and must be maintained! I was not able to do it alone as it robbed far too much energy, the way that I faced a next depression over and over again... Should I drop Gian like a poisonous snake (in the apt words of Jiddu Krishnamurti)? Why hadn’t I done so already a long time ago? Was I really afraid of the consequences and had become too comfortable?

No longer would I ignore and suppress my emotions and feelings but rather learn to deal with them! I didn’t want to accept powerlessness over predicament, but wanted to understand and solve problems. And that’s what I did with Lena... so I focused on her education. I loved watching her grew up and becoming independent and I did everything not to tie her down to me - she had to be able to make her own experiences!

More and more I managed to live in the now and here, to forget the past and focus on me and Lena. Many rituals I had adopted were nothing but seeking for stability and occupational therapy, of which I am aware today. I earned some money with modelling and even more recognition. I went out of the house and met people, that’s how I became independent of Gian and his whims. Soon I had made many new friends and lots of confidence in life and the future... Now I realized that I received everything I needed... not necessarily the way I imagined it, but certainly what I needed to adopt my balance! - How could I ever have forgotten about it and built on such a fixed idea? My will and imagination had set high goals and expectations that were too fixed...
 
 
 
 
 
Sharon Christie, thanks for helping not getting lost in translation!
 

 








21.06.2013

31 - Emma lässt los / Emma lets go



31 - Emma lässt los

 
Neues fordert all meine Konzentration: Ich nehme Neues wahr mit all meinen Sinnen, versuche es mit meinem Geist zu verstehen und im bereits Vorhandenen einzuordnen. Die Energien schwingen auf einer ganz andern Ebene als im gewohnten Umfeld, wo man zu oft in gut funktionierende Muster fällt anstatt das Ganze von einem andern Blickwinkel aus zu betrachten… Auf Reisen lebe ich meist im Hier und Jetzt und verarbeite ständig neue Eindrücke, was mir ein Gefühl von Freiheit und Loslassen von Altem vermittelt. Aber kaum bin ich wieder zuhause, weigere ich mich zuerst zurück im selben Netz mit den gleichen Mustern zu reagieren und merke dann schon bald, dass ich machtlos war und es bereits wieder tue…
  
Als Lena 8 Jahre alt war, war nicht die Rückkehr aus unserer Reise durch Schottland die Ernüchterung, sondern ein Autounfall an unserem 2. Urlaubstag! Eine frontale Kollision brachte uns von der wenig befahrenen Nebenstrasse und veränderte in Sekundenschnelle alles… Ich erinnere mich kurz darauf einmal zu Bewusstsein gekommen zu sein, aber als der Anblick von Lena, eingeklemmt im Wrack, mir die Realität bewusst machte, wollte ich sie einfach nicht wahrhaben und entglitt zurück ins Koma… Erst als wir behutsame Hilfe von einem Lehrerehepaar erhielten, kam ich zurück und wusste genau was geschehen war. Wir wurden von der Ambulanz zum nächst grösseren Spital gebracht und dort 3 Stunden lang minuziös untersucht. Da konnte ich auch Gian benachrichtigen. Er schien den Ernst der Lage nicht zu erkennen und anstatt den nächsten Flug zu nehmen (der ihm sogar von der Versicherung bezahlt worden wäre) organisierte er für uns einen bald möglichsten Rücktransport in die Schweiz. Lena hatte 5 Brüche an Beinen und Armen - einer davon war so kompliziert, dass sie mit Vollnarkose operiert werden musste und danach ihr Bein eigentlich für 4 Wochen nicht bewegen hätte dürfen.
 
Gian holte uns am Flughafen ab und brachte uns nach Hause. Er trug Lena hinauf in unsere Wohnung im 2. Stock, wo bereits ein Rollstuhl für sie bereit stand. Er lud uns buchstäblich ab und ging danach gleich zurück an seine Arbeit. Erst als Lena auf die Toilette musste, ich ihr mit einem gebrochenen Arm nicht helfen konnte und wir am Schluss weinend auf dem Boden vor der Toilette lagen, wussten wir wie hilflos wir wirklich waren… Ich rief ihren Kinderarzt an, schilderte die Situation und Lena wurde umgehend in eine Klinik überführt. Durch den Rückflug in die Schweiz hatten sich ihre gebrochenen Knochen wieder verschoben und sie musste nochmals operiert werden - wieder mit Vollnarkose! Ich fühlte mich so schuldig für ihr Unglück und hatte niemanden, der mich auffing… Ich besuchte sie jeden Tag für einige Stunden im Spital und las in diesen 3 Wochen ‘Das LOLA-Prinzip‘ von René Egli, ein Buch, das mir das Loslassen näher brachte...
  
Da sass ich nun alleine mit meiner Ohnmacht auf dem Dach der Klinik in der warmen Sonne und übte mich im Loslassen… Alles verändert sich – immer, ständig! Das, was man festhält, kann sich nicht entwickeln… So ist die Pubertät doch sicher auch eine Phase, die die Loslösung von den Eltern einleitet: Kinder werden so unerträglich, dass man sie gerne gehen lässt! ; ) Ich begann das Schicksal als Chance zu betrachten und steuerte meine ganze Kraft auf mich selber – ich hatte keine Energie mehr übrig um für eine Beziehung zu kämpfen, die eigentlich gar keine war…
  
Gian hatte kein Vertrauen zu mir und das verletzte mich zutiefst. Ich konnte ihm nicht helfen, wie sehr ich es auch wollte, denn er würde mich nicht helfen lassen! Sein Ego konnte es nicht verkraften, dass ich mehr Wissen und tiefere Erkenntnisse durch meine Erfahrungen und Leidensbereitschaft hatte. Er hatte diese Möglichkeit auch, aber seine Gefühle waren abgestumpft und seine Unverletzlichkeit liess keine tiefen Erkenntnisse zu. Er war immer noch der Ansicht, dass er fehlerlos war - wenn man sich keine Fehler eingestehen kann, kann man auch nichts ändern und verstrickt sich immer mehr in einem Netz anstatt sich zu befreien und sich weiter zu entwickeln… Ich musste ihn loslassen, weil ich mich bereits im selben Netz verstrickt hatte. Ich verstand ihn, konnte nicht helfen und hinderte damit meine eigene Weiterentwicklung - ich war gefangen und stand still!
  
Ich wollte weiter kommen - das konnte doch nicht alles gewesen sein?! So blieb mir nichts anderes übrig als zu akzeptieren, dass Gian mir die Liebe und Zuwendung, die ich zum Leben brauche, nicht geben könnte (aus welchem Grund auch immer). Obwohl er es mit ansah, wie sehr ich darunter litt ihn nicht erreichen zu können, machte er keinen Schritt auf mich zu. Ich dachte Gian sei ein erwachsener und einsichtiger Mann, aber er benahm sich wie ein kleiner Junge… Es tat mir leid und war sehr beschämend für mich… Ich wusste, dass er als Kind sehr verletzt wurde, dadurch sein Vertrauen verlor, sich verschloss und sich nicht mehr öffnen kann... Je länger er sich dagegen wehren würde, desto schwieriger wird es sein diesen Schritt zu tun. Es wäre leichter für mich, wenn er ein gemeines Arschloch wäre, dann könnte ich mich leichter von ihm trennen! Aber ich bemitleidete ihn und auf diese Weise war es hart loszulassen…
  
Wenn man sich nicht mehr als Mittelpunkt betrachtet, sondern als kleinen Teil vom Ganzen, bekommt man genug Abstand und Weitsicht die Dinge aus einem andern Blickwinkel zu sehen und beginnt sie zu verstehen. Damit lässt man los, vollzieht die Entwicklung in eine höhere Bewusstseinsebene und erreicht durch freie Energien grösseres Bewusstsein… Solange ich denken kann, war ich… und wenn ich einmal nicht mehr denken kann, dann ist es nicht mehr wichtig… Deshalb ist es umso wichtiger, sich nicht zu wichtig zu nehmen aber loszulassen, was man nicht halten kann… auch unsere Energien sind dort, wo wir sie hinlenken!





Daniela Schwendner, danke fürs Korrekturlesen!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  

31 - Emma lets go


 
Encountering new things calls all my concentration: I perceive new things with all my senses, try to understand them with my mind and to integrate them into my system. The energies vibrate at a very different level than in the familiar environment where we fall too often in well-functioning patterns instead of observe the whole thing from a different point of view... When travelling, I live mostly in the here and now and process new impressions constantly, this to me conveys a sense of freedom and letting go of old thoughts. But as soon as I'm back home, I quickly slip back into the old routines and soon after I realize that I was powerless and am allowing old patterns to control me once more...

When Lena was 8 years old, the disillusionment was not the return from our trip through Scotland, but a car accident on our 2nd day of vacation! A frontal collision had forced our car off the little-used side road and changed everything in seconds... I remember having once briefly becoming consciousness, but when the sight of Lena, trapped in the wreckage, brought the reality to my mind, I refused to believe it and slipped back into a coma... It was only when we got the help of a gentle teacher couple that I regained consciousness and knew exactly what had happened. We were taken by ambulance to the nearest major hospital and examined there for 3 hours meticulously. There I was able to notify Gian. He did not seem to realize the seriousness of the situation and instead of taking the next flight (which even would have been paid by the insurance company), he organized for us an earliest possible return transport to Switzerland. Lena had five fractures in her legs and arms - one of them was so complicated that she had to undergo surgery with general anaesthesia and have her leg immobilized for 4 weeks.

Gian picked us up from the airport and took us home. He carried Lena up into our apartment on the 2nd floor where a wheelchair was waiting for her. He literally discharged us and went back to work right after. Only when Lena had to go to the bathroom, I could not help her with my broken arm and we were lying on the floor in front of the toilet crying in the end, we knew how helpless we really were... I called her paediatrician, described the situation and Lena was immediately transferred to a hospital. Due to the flight back home to Switzerland her broken bones had shifted and therefore had to undergo another surgery - again with general anaesthesia! I felt so guilty for her accident and had nobody to rescue me... I visited her every day in the clinic for a few hours and during those 3 weeks I read 'The LOLA-Principle' by René Egli, a book which gave me more understanding of letting go...

There I sat now alone with my powerlessness on the roof of the hospital in the warm sun exercising letting go... Everything is changing - always, constantly! What we hold back, cannot develop... Puberty surely is a phase, which initiates the separation of one’s parents: Children are that unbearable until we let them go willingly! ; ) I began to consider fate as a chance and drove all my energy on myself - I had no more energy left to fight for a relationship that actually wasn’t one...

Gian had no confidence in me which hurt me deeply. I could not help him as much as I wanted because he would not let me! His ego could not handle me having more knowledge and a deeper understanding due to my experience and willingness to suffer. He took some risks but his feelings were numb and he refused to look inside himself. He was still of the opinion that he was flawless - if we cannot admit errors, we are not able to change anything and entangled more and more in a network rather than liberated and refined... I had to let him go because I was already caught in the same network. I understood him, could not help and thus was preventing my own development - I was trapped and stopped!

I wanted to progress - surely this could not have been everything yet?! So I had no choice but to accept that Gian could not give me (for whatever reason) the love and affection I needed to live. Although he was watching me not being able to reach him and therefore suffering awfully, he did not take a step towards me. I thought Gian was an adult and insightful man, but he acted like a little boy... I felt sorry and it was very embarrassing for me... I knew he was deeply hurt as a child, thereby lost his confidence, closed up and could not open anymore... The longer he resisted, the more difficult it would be to take this step. It would be easier for me if he was a nasty asshole, in that case I could have easily separated from him! But I pitied him and thus it was hard to let go...

If we no longer regard ourselves as the centre of the world, but as a small part of a greater whole, we get enough distance and foresight to see things from a different perspective and start to understand them. This means that if we let go, we advance to the position of a higher level of consciousness and reach greater awareness with free energies... As long as I can remember, I was... and once I will not able to think anymore, it won’t be important anymore... That’s why it is even more important to not think overly highly of ourselves but let go of what we cannot hold back... our energies too are where we channel them to!
 
 
 
 
 
Sharon Christie, thanks for helping me not getting lost in translation!